Fotos von Vietnam


Einleitung

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Was wissen Sie über Vietnam? Ist es nur die blasse Erinnerung an einen grausamen Krieg, der vor 33 Jahren endete? Oder denken Sie an fernes, unbekanntes Land, über das Ihnen nur wenige Informationen vorliegen? Diese Seite soll dazu dienen, Ihnen das Land ein klein wenig näherzubringen. Natürlich unterliegt alles hier Beschriebene meiner persönlichen Subjektivität, meiner Sicht der Dinge. Von daher erhebe ich nicht den Anspruch auf Vollständigkeit.Ich hoffe aber, dass ich mit meinen Bildern Ihr Interesse an Vietnam wecken kann


Das Land

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Der kleine Tigerstaat Vietnam erstreckt sich über eine Länge von ungefähr 1700 Kilometern im südöstlichen Teil Indochinas entlang des chinesischen Meeres. Aufgrund seiner Form und der geographisch-landwirtschaftlichen Begebenheiten wird dieses Land auch als "Bambusstange mit zwei Reisschalen" bezeichnet: Der relativ breite Norden mit dem fruchtbaren Tal des roten Flusses und der Süden des Landes, die landwirtschaftliche Schatzkammer des grünen Mekongdeltas, werden durch einen schmalen, an der engsten Stelle nur 50 Kilometer breiten, durch Hochland und relativ kargem Naturbild gepägtem Mittelteil des Landes verbunden, genannt „Annam“.

Das Klima Vietnams ist aufgrund seiner Länge sehr unterschiedlich. Im Süden herrschen eher tropische Verhältnisse mit Temperaturen meist um 30-32 Grad. Im höher gelegen Mittelteil (Annam) schwankt die Temperatur zwischen etwa 23 Grad im Winter und bis zu 35 Grad im Mai/Juni. Hier kann aber wegen der höheren Lage durchaus der ein oder andere Nachtfrost auftreten. Im Norden herrscht ein subtropisches Klima vor. Hier liegen die Temperaturen zwischen 20 Grad im Winter und bis zu 32 Grad von Mai bis August. Aufgrund der geringeren Niederschlagsmengen sind die Monate Dezember bis April sowohl für den Norden, als auch für den Süden die wohl besten Reisemonate.

Nach Jahrzehnten des wirtschaftlichen Stillstands, nicht zuletzt bedingt durch den Vietnamkrieg, setzt das Land nun zum Sprung vom Entwicklungs- zum Schwellenland an. Seit Ende des Krieges 1975 haben sich die Lebensverhältnisse des Landes stark verbessert. Der sozialistische Norden konnte seinen militärischen Sieg über den Süden anfangs jedoch nicht dazu nutzen, das von den Amerikanern "in die Steinzeit zurückgebombte Land" wieder aufzubauen. Die Regierung sah sich deshalb gezwungen, das Land dem Westen zu öffnen. Der sog. "Doi Moi", das vietnamesische Pendant zum sowjetischen "Glasnost" gab dazu 1986 mit der damit verbundenen marktwirtschaftlichen Liberalisierung den Startschuss und zeigt erste Früchte: Überall im Land, vor allem im progressiven Saigon (Ho Chi Minh Stadt) entstehen private Betriebe. Der Staat zeigt sich auch in anderen Bereichen dem Flirt mit dem Kapitalismus des Westens offen. Gerade recht, dass die US-Regierung Anfang 1994 das seit dem Kriegsende währende Embargo gegen Vietnam aufhob. Nächstenliebe oder schlechtes Gewissen ob der hinterlassenen Kriegsschäden waren wohl kaum die Ursachen für diesen Schritt, stehen doch viele ausländische Investoren Gewehr bei Fuß, sich vom vietnamesischen Kuchen etwas abzuschneiden. Angst vor verpaßten Chancen war vielmehr der Grund für das amerikanische Vorgehen, boomt doch zur Zeit die vietnamesische Wirtschaft mit etwa 7,2 Prozent Wachstum im Jahr 2007. Infolge dieser Massnahmen ist Vietnam, trotz der noch immer andauernden Schwierigkeiten bei der Umsetzung, in einigen Bereichen mittlerweile zu einem Exportland aufgestiegen. So liegt es z.B. beim Reisexport weltweit mittlerweile an zweiter Stelle. Auch Kleidungsstücke jeglicher Art mit dem Siegel "Made in Vietnam" sind hierzulande sicher jedem schon aufgefallen. Als einziges asiatisches Land hat lediglich China ein schnelleres Wirtschaftswachstum. Natürlich ist dieser rasante Aufstieg auch mit Problemen verbunden.

Mit einer ausufernden Bürokratie, einem mangelndem Rechts- und Steuerwesen hinkt Vietnam dem weltweiten Standard in diesen Disziplinen weit hinterher. Ausserdem droht auch hier die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander zu klappen. Das Problem, dass vom wachsenden Wohlstand nicht alle Teile der Bevölkerung gleichermassen profitieren, ist allgegenwärtig. Ein weiteres Handicap ist der Punkt, dass im Technologiebereich Vietnam anderen Ländern weit unterlegen und daher auf teure Importe in dieser Sparte angewiesen ist. Nicht zuletzt beobachten Vietnams Nachbarländer, wie auch andere Industrienationen den Aufschwung teilweise mit Argwohn, was temporär zu der Verhängung von Strafzöllen auf die Einfuhr vietnamesischer Produkte in andere Länder führt. Vietnam ist als Urlaubsland in Deutschland und in anderen Industrieländern noch relativ unbekannt. So ist der typische Vietnamurlauber z.Z. noch eher der Individualreisende, der meist mit Rucksack und viel Abenteuerlust bepackt das Land auf mehr oder weniger eigene Faust erkundet. Reisen und Touren durch das Land kann man aber sowohl aus dem Ausland buchen, als auch direkt vor Ort sehr gut organisieren. Mittlerweile gibt es auch einige grosse Hotelkomplexe, die dem typischen Massentourismus dienen. Bei dieser Art des Tourismus wird in erster Linie auf einen Ausweicheffekt gebaut, der immer mehr Freunde Indochinas veranlasst, von den üblichen Reisezielen Südostasiens abweichend, einmal eine noch nicht überlaufene Region dieses Gebietes zu besuchen.

Mit der Ankunft in diesem Land offenbart sich dem Reisenden eine Gegend, die durch ihre geographische und kulturelle Vielschichtigkeit besticht. Faszinierend ist die unterschiedliche Geographie: Angefangen beim Mekongdelta im subtropischen, flachen Süden, einer der beiden Reiskammern Vietnams, über Zentralvietnam (Annam), dem in der Mitte gelegenen Hochland, bis zum Tal des "roten Flusses" an der Grenze zu China, dem nördlichen Teil des Landes, mit der höchsten Erhebung, dem Berg "Fansipan" (3143 Meter), entdeckt man Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein können. Nicht zuletzt ist die fast 3000 Kilometer lange Küste am chinesichen Meer, bzw. dem Golf von Tonkin, ein absolutes Muss für jeden Reisenden. Es erscheint, daß die einzigen diese Landschaften zusammenhaltenden Glieder, die kleinsten gemeinsamen Nenner, die immer wieder auftauchenden Reishüte der Frauen und die Tropenhelme der Männer sind. Man sieht südostasiatische Kultur und Lebensweise in allen ihren Facetten und Schattierungen auf einer Länge von über 1700 Kilometer. Nicht minder interessant ist die religiöse Vielfalt Vietnams. Neben den 80% Buddhisten, der größten Glaubensgemeinschaft Vietnams, machen noch alle anderen Weltreligionen und viele, teilweise sehr bizarr anmutende Sekten und Mischreligionen die religiöse Multikultur Vietnams aus. In den abgeschiedenen Bergregionen, vor allem des Nordens, komplettieren noch zahllose ethnische Minderheiten dieses Bild.

Alte und neue Markenzeichen Vietnams: Die Reklametafeln der ausländischen Investoren, die überall zu sehen sind und die Reishüte der Landbevölkerung, die teilweise immer noch das Straßenbild prägen.


Fotos der Landschaft

Halong Bucht. Was in Europa mit der "Blauen Grotte auf Capri" einmalig ist, findet man hier sozusagen am Abreisblock. Halong Bucht oder „Bay Halong“, ein vielleicht zukünftiger Traum aller Badeurlauber.

Dalat, Tal der Liebe. Ein in französischer Kolonialzeit bevorzugter Erholungs- und Kurort der Europäer im Hochland Annams, dem mittleren und schmalen Teil des Landes. Heute Tummelplatz der kleinen vietnamesischen Oberschicht. Der erste Golfplatz Vietnams wurde hier gebaut.

Mai Chau. Ein etwa 100 Kilometer nordwestlich von Hanoi in einem Talkessel gelegenes Dorf der sogenannten "White Thai", einer der grössten ethnischen Minderheiten des Landes.

Hier sehen Sie Bilder von traumhaften Stränden, einsamen Buchten, der Weite des chinesischen Meeres und der Bucht von Tonkin.

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Gesichter Vietnams

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Kinder, Kinder! Vietnam hat eine der höchsten Geburtenraten der Welt, Verhütung und Aufklärung sind grösstenteils Fremdwörter. Kindereichtum gilt immer noch als eines der höchsten Güter. 45 Prozent der Bevölkerung sind unter 15 Jahre, 60 Prozent unter 27 und lediglich 7,5 Prozent sind älter als 55 Jahre.

Foto eines kleinen "Jarai" mit Kriegssouvenir in der Nähe von "Khe Sanh", der ehemaligen amerikanischen Festung in der Nähe des 17. Breitengrades, an welchem sich einst die Grenze zwischen Nord- und Südvietnam erstreckte. Die Jarais gehören zu den etwa 70 ethnischen Minderheiten Vietnams, die hauptsächlich im Norden des Landes und in Zentralvietnam angesiedelt sind. Zwei Welten prallen hier aufeinander: Anfangs schüchterne, später dann ungehemmte Neugier der Kinder lassen erahnen, daß es sich hier meist noch um autarke Gesellschaften handelt, die ihre Unschuld noch nicht an westliche Werte verloren haben - wie lange noch?

Foto eines ehemaligen Angehörigen der südvietnamesischen Armee, der stolz die Narben einer Kriegsverletzung und Utensilien seines christlichen Glaubens zeigt. Christen machen etwa 8 Prozent der Gesamtbevölkerung Vietnams aus.

Fotos von alten, überlieferten, rituellen Tänzen junger Mädchen der sogenannten „White Thai“. Zu ihren Haupterwerbsquellen zählen der Anbau von Reis und der Fischfang. Langsam aufkeimender Tourismus verbessert ihre Lebensgrundlage zusehends. Ein Kleinod, von dem die Tourismusbranche bisher kaum Notiz genommen hat.

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Fotos von Pagoden, Denkmälern und Zeugnissen des Krieges

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Hue, die alte Kaiserstadt Vietnams. Hier tobten während der sog. "Tet-Offensive" im Frühjahr 1968 erbitterte Kämpfe. So wehte über der "Verbotenen violetten Stadt" mehrere Wochen die Flagge Nordvietnams, ehe sie unter hohen Verlusten von Amerikanern und Südvietnamesen zurückerobert wurde. Überall verstreuter Kriegsschrott zeugt noch heute davon. Die Tet-Offensive endete für die auf der kommunistischen Seite des Nordens kämpfenden "Vietcong" millitärisch gesehen zwar desaströs, doch leitete diese Offensive nicht zuletzt auch aufgrund der weltweiten, kritischen Presseberichte ein Umdenken in der amerikanischen Bevölkerung ein, das schliesslich zum "Ausstieg" der Amerikaner aus diesem für sie nicht zu gewinnenden Krieg führte. Zynischerweise wurde dieser Schwenk der amerikanischen Politik seitens der damaligen Regierung Richard Nixons auch als "Vietnamisierung der Särge" bezeichnet.

Fotos einer chinesischen Pagode in Cholon. Bündelweise werden hier Räucherstäbchen verbrannt. Bei über 40 Grad im Inneren, 90% Luftfeuchtigkeit und dem beißenden Geruch der teilweise daumendicken Räucherstäbchen hält man es hier für nur kurze Zeit aus. Eine Mensch und Kamera total einhüllende Rußschicht zeugt anschließend von dem anstrengenden Aufenthalt an diesem für Buddhisten heiligen Ort.

Vietnams Geschichte ist reich an Mythen, Sagen und Legenden. Erwähnt werden soll hier nur eine, aber wie ich meine sehr schöne Legende: Eine heilige Schildkröte soll seinerzeit König Le Thai To zur Unterstützung seines aussichtslos erscheinenden Kampfes gegen die chinesische Besatzung der Ming-Dynastie (Anfang 15. Jahrhundert) ein Zauberschwert verliehen haben. Tatsächlich gelang es dem König mit Hilfe dieses Schwertes, die Chinesen zu vertreiben. Noch im Siegesrausch taumelnd, wurde dem König das Schwert auf wundersame Weise wieder abgenommen. Es heisst, dass das Schwert dabei in den Boden gerammt wurde. Aus dem Loch, das das Schwert in den Boden schlug, entstand der „See des zurückgegebenen Schwertes“. Die Schildkröte ist seitdem das Schutztier des Sees. Ein kleiner Turm „Thap Rua“, in der Mitte des Sees erinnert daran. Ein interessantes, teilweise gespenstisch anmutendes Schauspiel ist das meditative Thai Chi der Einheimischen, die sich jeden Morgen um 06.00 Uhr dort miteinander treffen.

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Fotos von Strassenszenen

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Das Leben der geselligen Vietnamesen spielt sich teils in und teils vor den Häusern ab. Es erscheint, als verliefe eine fliessende Grenze zwischen öffentlichem Leben auf der Strasse und der Privatsphäre der Familien in ihren Häusern.

Das "Cyclo", nach wie vor eines der meistgenutzten Transportmittel Vietnams, läuft Gefahr, langsam von moderneren Transportmitteln wie Mopeds und Autos abgelöst zu werden. In den Grossstädten, allen voran Saigon, ist dieses liebenswürdige Vehikel schon weitgehend von den grösseren Strassen verdrängt worden.

School's out! Vietnamesische Schülerinnen im "Au Dai", der traditionellen Tracht vietnamesischer Frauen. Dieses Kleidungsstück erfreut sich auch in unseren Breiten zunehmender Beliebtheit.

In zwar abnehmendem Masse, aber doch hin und wieder trifft man auf Bettler und Kriegsinvaliden, die ein erbärmliches Bild abgeben. Doch gibt es in Saigon eine Initiative, die den Minderbemittelten dieser Stadt zumindest ein Dach zum Übernachten bietet. Ein für diese Verhältnisse vorbildliches Programm.

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Architektur Häuser

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Cholon ist das "Chinatown" im Osten Saigons. Der ursprünglich ein für vietnamesische Verhältnisse recht wohlhabender Stadtteil wurde während des chinesischen Einmarsches in Nordvietnam 1979 von den vietnamesischen Behörden systematisch trockengelegt: Spielhöllen und Bars verschwanden, sofern sie nicht schon nach Ende des zweiten Indochinakrieges 1975 geschlossen wurden. Heute sind die Diskrepanzen zwischen Chinesen und Vietnamesen beigelegt. Die geschäftigen Chinesen sind wichtiger Bestandteil der vietnamesischen Wirtschaft. Cholon gleicht mittlerweile wieder einem riesigen Marktplatz, von dem beide Seiten profitieren. Ausländischen Besuchern fällt hier vor allem die noch größere Enge, der höhere Lärmpegel und das noch geschäftigere Treiben als im ohnehin schon hektischen übrigen Saigon auf.

Im ganzen Land strahlen viele Gebäude noch den maroden Charme alten, französischen Kolonialstils aus. Vietnam konnte sich am 07.05.1954 mit dem Sieg in der Schlacht bei "Dien Bien Phu" vom Joch der französischen Besatzung befreien.

BrückeGrabmalVietnam 113Vietnam 117Vietnam Kaisergrab9ZierratStrassenbauTempelRathaus in SaigonVietnam 93MauerPagode

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Arbeitsleben

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Grabsteine werden fertiggestellt. In der Altstadt von Hanoi sind noch heute, ähnlich den europäischen Städten des Mittelalters, die einzelnen Zünfte in verschiedenen Strassen untergebracht,. Die „Stadt der 36 Strassen“, wie die Altstadt von Hanoi wegen der dort im Mittelalter ansässigen 36 Zünfte genannt wird, liegt am südlichen Ufer des „Sees des zurückgegeben Schwertes“ oder „Hoan Kiem Lake“. Hier wird nebenbei eine typisch vietnamesische Tugend deutlich, die Kunst des Improvisierens: Dinge, die in unseren Augen scheinbar nur noch Schrott sind, werden dort von den Menschen auf Wiederverwendbarkeit eingehend geprüft und anschliessend zu teilweise atemberaubend anmutenden Geräten neu zusammengebaut, Die Arbeitsbedingungen und die Arbeitssicherheit sind nicht mit dem zu vergleichen, was in unseren Breiten schon lange als Standard gilt..

Die mühsame Arbeit der Landbevölkerung scheint weitgehend geprägt von dem Anbau und der Ernte des Exportschlagers Vietnams: Reis! Das mittlerweile für alle Vietnamesen in ausreichendem Masse zur Verfügung stehende Grundnahrungsmittel wird immer noch mit antiquiert anmutenden Mitteln angebaut und geerntet. In vielen über das ganze Land verteilten, kleinen Manufakturen werden dieses Nahrungsmittel und andere landwirtschaftliche Produkte erzeugt. In Vietnam gibt es keine nennenswerte moderne und effektive Alternativen zur Aussaat und vor allem zur Ernte dieser Ernährungsgrundlage. Ist eine solche Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur überhaupt angestrebt oder möglich? Wenn Industrieländer den Reis unter den momentan herrschenden Bedingungen relativ preisgünstig einführen können, werden von diesen Ländern effektivere Methoden des Anbaus und der Ernte sicher nicht gefördert. Es liegt deshalb an Vietnam selbst, hier Hand anzulegen und dieses Manko der Ineffektivität zu beseitigen. Trotzdem dränen ausländische Unternehmen vermehrt ins Land, um nicht ohne Eigennutz hier Fuss zu fassen. Vietnam, ein Billiglohnland bietet dafür eine perfekte Plattform.

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Marktszenen

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Die Märkte bilden in vielen Gegenden und Städten die Mittelpunkte gesellschaftlichen Lebens. Hier wird getratscht, gehandelt, Neuigkeiten werden ausgetauscht und Kontakte gepflegt. Hier werden Waren aller Art angeboten, vor allem aber die typischen landwirtschaftlichen Produkte der jeweiligen Region. Allen gemeinsam ist die unüberschaubare Vielfalt der Angebote, der Lärm, das teilweise an Vogelgezwitscher erinnernde „Palaver“ der Einheimischen, der Duft exotischer Gewürze wie Koriander und Ingwer und nicht zuletzt die Möglichkeit für ausländische Besucher, mit den stets freundlichen Menschen in Kontakt zu kommen. Ein Gang über diese Tummelplätze gleicht einem Kaleidoskop fernöstlich geprägten Lebensgefühls

Allerdings entspricht der Umgang mit Tieren auf den ersten Blick nicht ganz den europäischen Vorstellungen artgerechter Tierhaltung. Doch wo sind die Unterschiede? Was hier offen gezeigt wird, geschieht in Europa ebenso grausam hinter den verschlossenen Fabriktoren der Massentierhaltung.

Nicht verschwiegen werden soll an dieser Stelle der unbekümmerte Umgang mit Hygiene. Gezahlt wird dafür mit den immer wieder auftretenden modernen Geiseln der Menschheit, wie z.B. der Vogelgrippe

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Ziehe ich nun mein persönliches Fazit: Vietnam, ein Land zwischen Tradition und Moderne, ein Territorium von unnachahmlicher Vielfalt, Eleganz, Reichtum, Natur, Lebensfreude und Weisheit, aber auch von Armut und Widersprüchlichkeit, ist eines der wenigen, weltweit verbliebenen Refugien, in welchem man neben modernem Lebensstil mit all seinen Vor- und Nachteilen auch noch unbekümmerte und unverfälschte Lebensweisen finden kann, die uns in unserer modernen und aufgeklärten Welt abhanden gekommen sind.

Bei den gezeigten Fotos aus Vietnam handelt es sich um eine Auswahl aus über 6000 Bildern.

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Fotos und Text von Frank Wagner